Euro – Wo geht die Reise hin?

Der Euro hat sich erst einmal entschieden nach unten auszuweichen. Obwohl die Eurozone ein leichtes Wachstum verzeichnen kann und die Krisenländer sich langsam erholen. Es bleibt spannend welche Analysen Recht behalten. Die, die Europa vorn sehen oder die, die den USA und damit dem US Dollar die besseren Chancen einräumen.

 

Aktuelles aus den USA

Heute stehen die offiziellen Arbeitsmarktdaten für den Monat Dezember 2013 zur Veröffentlichung an. Das ist ein sehr wichtiger Termin für die weltweiten Finanzmärkte. Gelang der Jobaufbau in den USA besser als erwartet, könnte die Notenbank der USA, die Fed, die Geldschleusen schneller schließen als manch Anleger es sich wünscht.

Sollten die US-Währungshüter die monatlichen Anleihekäufe schneller reduzieren, würde der EUR-USD profitieren. Die europäische Gemeinschaftswährung könnte sich deutlicher über die Marke von 1,36 entwickeln. Zulegen könnte auch der arg gebeutelte Goldpreis. Ein gleichzeitig fallender US-Dollar würde auch an den globalen Rohstoffmärkten für steigende Notierungen sorgen.

 

Die Eurozone

Die Europäische Zentralbank hält den Leitzins im Euroraum wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Das gab der EZB-Rat am Donnerstag in Frankfurt bekannt. Zuletzt hatte die niedrige Inflation Europas Währungshüter erneut unter Druck gesetzt. Es gibt begründete Ängste um eine Deflation. Die Konjunktur kommt zu langsam in Fahrt.

Niedrige Zinsen verbilligen zwar tendenziell Kredite und Investitionen und könnten so die Wirtschaft ankurbeln. Die Kreditaufnahme durch die Wirtschaft oder die Kreditvergabe durch die Banken ging massiv zurück. Die Frage die jetzt lauter gestellt wird, ob der niedrige Zins die richtige Maßnahme bleibt?

 

Euro – Wo geht die Reise hin? – Ein Ausblick

Der EZB stehen neben der Veränderung des Leitzinses noch zahlreiche andere Instrumente zur Verfügung. Negative Einlagezinsen für Banken oder neue milliardenschwere Geldspritzen in das Finanzsystem. Es könnte auch die Mindestreserve abgesenkt werden, also der Pflichtteil, den Geschäftsbanken von ihren Einlagen bei der Notenbank halten müssen. Ökonomen rechnen damit, dass die EZB im weiteren Jahresverlauf für die Banken frische Liquidität zur Verfügung stellen.

 

Weitere Zinssenkung im Euroraum?

Analysten schließen eine weitere Zinssenkung und den Einsatz weiterer geldpolitischer Geschütze nicht aus. Sie gehen davon aus, dass die EZB in den kommenden drei Monaten die Leitzinsen noch einmal senkt. Mit Blick auf die negative Kreditentwicklung auch weitere zusätzliche Liquiditätsmaßnahmen beschließen wird. Solche Maßnahmen würden der mittelfristigen Entwicklung beim Währungspaar EURUSD sehr deutliche Impulse für einen Trend geben. Ging man doch noch im letzten Jahr von einer Überwindung der Krise in Europa aus.

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Abbildung Währungspaar EURUSD vom 07. bis 10.01.2014

Was macht der Trader?

Die Blickrichtung für den Trader sollte in Richtung Goldpreis und Ausbildung eines Trends bei allen Währungspaaren gehen, die den Euro führen. Trader die den Trend handeln dürften dabei gut verdienen können. Bis sich eine klare Entscheidung herausstellt, wird der Daytrader von den zu erwartenden Turbulenzen bei den Währungspaaren profitieren. Der Kurs des Währungspaares EURUSD war in den letzten Tagen von einem interessanten Auf und Ab gekennzeichnet.

Wo geht die Reise hin? Spannung ist angesagt. Jeder Devisenhändler wird die Nachrichtenlage mit Interesse verfolgen und die Ergebnisse in seine Analysen einarbeiten. Manche Handelsstrategie dürfte in den kommenden Tagen jedoch eine gründliche Überarbeitung erfahren.

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